Bergsportverein Schwarzheide e.V.
Seit 1955



Entstehung des Vereins
Bergsportverein Schwarzheide e.V
1955
5.6.1955
Gründung der Sektion Touristik Schwarzheide (STS) bei der Betriebssportgemeinschaft (BSG) „Chemie Schwarzheide“.
Erste Kletterfahrt:
Hoher Torstein: AW mit Seydescher und Schusterscher Variante:
Wolfgang Bagger – Eberhard Wesnigk – Eberhard Nitsche , Sepp Schmidt-Dengler – Werner Bröske
Vorderer Torstein, AW: die gleichen Teilnehmer
Die Sektion hat 6 Mitglieder und mehrere Gastmitglieder aus anderen Sektionen
25./26.6.55
14./20.7.55
27./28.8.55
11.9.55
9.10.55
30.10.55
1956
7./8.1.56
24./25.3.56
29.3.-2.4.56
5.5.-10.5.56
17.6.56
15.7.56
23.7.-30.7.56
12.8.56
1./2.12.56
1957
6.1.57
2. Kletterfahrt der STS. Teilnehmer: Wolfgang Bagger, Sepp Schmidt-Dengler, Werner Dürr; Eberhard Wesnigk, Manfred Albig, Günter Drews.
Wir boofen in den Steinlöchern und besteigen am Sonntag : I.,II. und IV. Lehnsteigturm, sowie den Nordöstlichen Verborgenen Turm.
Erste Urlaubsfahrt von STS nach Schmilka. Teilnehmer: Wolfgang Bagger, Werner Dürr, Werner Bröske,
Eberhard Wesnik, Manfred Albig. Am Alten Weg vom Leuchterweibchen-Vorkopf erlebt Werner Dürr seinen ersten Vorsteiger-Sturz, sicher gehalten von Manfred Albig. wir klettern bis zum Schwierigkeitsgrad VI.
Erste Fahrt ins Bielatal. Wir schlafen bei Zimmermanns
Fahrt zum Pfaffenstein. Erstmals ist Dieter Gürtler dabei.
Wanderfahrt mit den Wintersportlern nach Hohnstein. Klettern im Polenztal, u.a. Brandscheibe Talweg VI,
vorgestiegen von Werner Dürr.
Erstes "Abklettern" in Rathen.
Wir helfen bei der Bergung eines abgestürzten Bergkameraden am Maiturm. Er stürzte beim freien Zurücksteigen am Alten Weg über 20 m tief.
Anklettern in den Schrammsteinen. Jahreserste auf dem Osterturm -Südgipfel.
Fahrt in die Schrammsteine und Affensteine.
Osterfahrt nach Hohnstein. Erstmals dabei Ingrid Krause.
Fahrt ins Bielatal. Quartier bei Zimmermanns. 11 Teilnehmer
Barbarine Alter Weg VI durch die Seilschaft Dürr und die Seilschaft Schmidt-Dengler
Wir quälen uns am Schützelkopf, damals V
8-Tagefahrt nach Schmilka. Quartier bei Kästners. Freiboofen am Jortanshorn und am Heringstein.
Fahrt ins Bielatal. Werner Dürr steigt die erste VII von STS vor. (Atarieastein Südostkante (Reißigkante)
Abklettern am Falkenstein.
STS im Jahre 1957
Anklettern im Bielatal. Jahreserste auf den Siebenschläfer
10.3.1957 -24.3.1957
Auf Einladung der Bundesjugendleitung der Naturfreundejugend Deutschland nimmt eine Delegation aus den Bezirken Dresden und Cottbus an der Skifreizeit im Kanzelwandhaus im Allgäu teil.
Aktivist Lauchhammer und Chemie Schwarzheide stellen die Teilnehmer aus dem Bezirk Cottbus. Von unserer Sektion nehmen teil: Wolfgang Bagger, Hans Kindler, Anneliese Schallhorn, Sepp Schmidt-Dengler
17.3.1957
Unsere erste Alpengipfel (Winterbegehung)
Südöstliche Hammerspitze, 2258 m, Aufstieg aus dem Fiderepaß:  Wolfgang Bagger - Sepp Schmidt-Dengler - Wiggerl Rehm - Hans Kindler
Nordwestliche Hammerspitze, 2250 m, Übergang von der Südöstl. Hammerspitze - Schartenriß: Wolfgang Bagger - Wiggerl Rehm - Sepp Schmidt-Dengler - Hans Kindler
12.5.57                                   Teufelsturm Alter Weg original VII, Vorstieg von Sepp Schmidt-Dengler
30.5.57                                    Sterntreffen der Touristensektion des Bezirkes Cottbus in Großkmehlen
28.6.-30.6.57                       Bezirksmeisteschaften im Touristischen Dreikampf im Bezirk Dresden.
Touristische Wettkämpfe waren damal populär. Sie erforderten gutes touristisches Allgemeinwissen.
Errungene Urkunden stärkten das Ansehen der Sektion in unserer Betriebssportgemeinschaft, in der es
sonst nur Sektionen gab, die Wettkampfsport betrieben.
18.4.-22.4.57                        Osterfahrt ins Bielatal
17.8.-30.8.57                      Auf Einladung der Bundesjugendleitung der Naturfreundejugend Deutschland nimmt unsere Sektion am
internationalen Jugendlager im Kanzelwandhaus im Allgäu teil. Arthur Aulich, Waltraut Bagger, Wolfgang
Bagger, Werner Dürr, Helga Ficker, Dieter Gürtler, Gerold Gürtler, Günter Klimaschka, Ingrid Krause, Gertraut
Lippert, Dieter Möller, Christel Salscheider, Anneliese Schallhorn, Sepp Schmidt-Dengler, Eberhard Wesnigk
Höhepunkt: 27.5.57 Trettachspitze Nordostgrat mit Wettersturz.
Unser Eintrag im Hüttenbuch vom Kanzelwandhaus 1957
24.11.57                             Abklettern am Falkenstein mit Kranzniederlegung auf der Hohen Liebe
1958
14.1.-22.1.58
28.2.-3.3.58
3.4.-7.4.58
Trainingslager für Touristischen Skilanglauf in Altenberg
Deutsche Meisterschaften im Touristischen Skilanglauf in Ruhla: E. Schön/W. Bagger: Sieger in der internationalen Gästeklasse; Männliche Jugend: Bron-zemedaille D. Gürtler/G. Schröder; Frauen: 8. Platz I. Krause/R. Greulich
Anklettern, Bielatal. Neuschnee.
8.6.58 -22.6.58
Kletterlehrwartlehrgang in Ostrau. Spfr. Bagger wird Bezirkskletterlehrwart.
6.7.58                                  Infolge Hochwassers können wir nicht in die Schrammsteine, sondern bleiben in Rathen. Dort u.a. Klettern
und „Schlingenexkursion" am Wartturm.
Der Unfall eines Wanderers aus Senftenberg beendet unsere Kletterei am Wart-turm vorzeitig.
8.9.58                                  Wir klettern an der Wildensteinwand, als ein tolles Gewitter mit mächtigen Re-gengüssen losbricht. Als wir
wieder in Schmilka sind, sehen wir Zerstörungen im Hirschgrund. Dort hat es ein Haus weggerissen.
2.11.58                               Toller Vorsteigersturz von Gerold Gürtler am Mittleren Hirschgrundturm - Westweg.
1959
30.1.59-1.2.59
6.5.59-10.5.59
6.6.59-7.6.59
20.7.59 -4.8.59
Bezirksmeisterschaften im Touristischen Skilanglaufin Oybin
Bezirksmeister Männer: A. Aulich/W. Bagger
Bezirkssterntreffen der Touristensektion des Bezirkes Cottbus in Hohnstein.Allmählich entstehen neue Touristensektionen im Bezirk Cottbus,darunter auch Bergsteigersektionen. Die Bezirkssterntreffen fördern das Kennenlernen und den Erfahrungsaustausch. Bunter Abend in der Jugensburg mit Klasse Programm von der Sektion Bergsteigen Schwarzheide.
Bezirksausscheid in Byhleguhre für die Touristischen Wettkämfe beim III.Deutschen Turn-und Sportfest. Die Mannschaft aus Schwarzheide in der Besetzung Aulic-Bagger-Gürtler-Jaschke-Lippert-Schaar qualifiziert sich ganz knapp vor der Mannschaft aus Lübben.
Erstmals Alpinistenreise in die Hohe Tatra (Kezmarska chata). Teilnehmer aus Schwarzheide: A. Aulich - W. Bagger - D. Gürtler - G. Gürtler - Ingrid Krause. Bergung eines verstiegenen Tschechen am Cerny stit. Hilfe bei der Bergung eines am Baranye sedlo Abgestürzten. Wir Schwarzheider haben 32 Gipfel bestiegen und überschritten. Am Schluß fehlte uns im Bereich der Kezmarska chata nur noch der Gabelgrat zwischen Lomnicki stit und Kezmarski stit.
12.8.59 -17.8.59
14.11.59
III. Deutsches Turn- und Sportfest in Leipzig. Teilnahme am Touristischen Mannschaftsmehrkampf
A. Aulich und G. Gürtler belegen bei den Jungmannen den 3. Platz im Bergsteiger-Findigkeitslauf in Ostrau
Arthur Aulich am Kontrollpunkt beim Orientierungslauf
14.11.59                        A. Aulich und G. Gürtler belegen bei den Jungmannen den 3. Platz im Berg-steiger-Findigkeitslauf in Ostrau
19.12.59 - 20.12.59       Abklettern in der Heinz-Janello-Hütte
Ein Wort zum An- und Abklettern. Damals war individueller Motorisierung in der Sektion noch keine Rede.
Fast alle Fahrten waren Gruppenfahrten mit der Bahn oder mit dem Bus. An- und Abklettern waren
gemeinsamer Beginn und gemeinsamer Abschluß eines Kletterjahres. Für eine begrenzte Zahl von
Gruppenfahrten gab es von der BSG einen Fahrgeldzuschuß in Höhe des Fahrpreises auf Sammelfahrschein.
Erst durch die Motorisierung und später die „eigene" Hütte wurden unabhängige individuelle Fahrten einzelner
Seil-schaften der Normalfall.
1960
1960
5.3.60-6.3.60
5.8.60 -7.8.60
Dieter Gürtler wird Sektionsleiter
Anklettern in Schmilka. 5 Jahre Sektion Bergsteigen Schwarzheide. Wir treffen uns im Zeughaus und besteigen mit Kind und Kegel den Spitzhübel
Bezirkssportfest in Cottbus mit Sportfestmeisterschaften im Nachtorientierungs-lauf. Sieger Männer: A. Aulich/K. Richter
27.8.60 -11.9.60
10.12.60-11.12.60
Zweite Alpinistenfahrt in die Hohe Tatra. Teilnehmer aus Schwarzheide: A. Aulich und W. Bagger. Bergung eines verstiegenen Slowaken vom Jahnaci stit im Schneesturm
Abklettern in der Heinz-JanelloHütte
1961
26.1.61 -29.1.61
18.3.61-19.3.61
8.6.61
23.6.61-6.7.61
Bezirksmeisterschaften im Ski-Orientierungslauf in Geising. Bezirksmeister Frauen: R. Greulich/G. Lippert Bezirksmeister Männer: A. Aulich/K. Richter
Anklettern in Rathen
Jaroslav Hermanek, Sandsteinerstbegeher und Alpinist aus Prag zu Besuch, den wir in der Hohen Tatra kennengelernt hatten. Wir klettern mit ihm in den Schrammsteinen.
Alpinistenreise in die Julischen Alpen (Jugoslawien, Aljazev dorn). Teilnehmer aus Schwarzheide: A. Aulich - W. Bagger - R. Gebhardt - G. Gürtler - M. Schnei-der
Wir durchsteigen die Triglav-Nordwand (zweithöchste Kalkwand der Alpen) mehrfach (Prag-Weg, Slowenischer Weg, Bayerländer Weg, Deutscher Weg mit Zimmer-Jahn-Ausstieg), den Jalovec und andere Gipfel
1962
1962
Werner Dürr wird Sektionsleiter
3.3.62-4.3.62 Anklettern in Rathen
Hütteneinsatz beim Kletterlehrgang
12.5.62-20.5.62                Kletterübungsleiterlehrgang in der Kirnitzschtalhütte. Das Vorhandensein eines Lehrwarts (W. Bagger)
machte die Durchführung von Lehrgängen zur Ausbil-dung von Übungsleitern Felsklettern möglich. Bei einem
Grundurlaub von 18 Tagen war eine zusätzliche Kletterwoche mit bezahlter Freistellung recht angenehm.
15.-16.9.62                        Wir übernachten in der Jugendburg Hohnstein und werden nachts empfindlich durch Teilnehmer eines
Betriebsausfluges gestört. Das gleichzeitige Auftauchen von 6 Bergsteigern aus den Schlafsäcken brachte
sie jedoch jäh zum Schweigen (Fahrtenbuch)
1.-2.12.62                          Bergsteigerfindigkeitslauf in Ostrau. W. Bagger /W. Dürr werden Sieger in der Altersklasse I
15.-16.12.62                      Abklettern in Rathen
1963
2.-3.2.63                            Bezirksmeisterschaften Ski-Orientierungslauf
Bezirksmeister Männer:A.Aulich/W.Dürr
23.-24.2.63                        Kletterfahrt Schrammsteine. Kein Schnee, aber sehr kalt."wir boofen in der Vorderen-Torstein-Boofe bei
-18 Grad. Viele neue Probleme:z.B wie trocknet man bei ständigen Frost nasse Schuhe? Was ißt man
anstelle Brot, das gefriert? Woraus kocht man Tee? Wie macht man ihn genießbar? Wie schützt man
Getränke vor dem Gefrieren? Welche Hosen und besonders welche Handschuhe nehmen keine Nässe an?
(Fahrtenbuch)
30.4.-8.5.63                       Kletterlehrgang in der Kirnitzschtalhütte mit Christof Grabs, zeitweiliges Mitglied der DDR-Kernmannschaft
Felsklettern
09.-13.5.63                         Kletterfahrt nach Sedmihorky (Böhmisches Paradies)
Erster Kontakt mit tschechischen Sportlern aus Liberec.
22.-23.6.63                         Bezirkssterntreffen der Touristensektion des Bezirkes Cottbus in Hohnstein
1964
14.-15.3.64
30.5.-6.6.64
6.-14.6.64
Anklettern in Rathen
Kletterlehrgang in der Heinz-Janello-Hütte
Kletterfahrt nach Cesky Raj (Böhmisches Paradies)
30.10.64 - 1.11.64
Stiftungsfest in Bad Schandau
Die Seilschaft Dieter Gürtler - Ingrid Gürtler - Gerold Gürtler und Wolfgang Köhler durchstieg in diesem Jahr über 100 Wege der Schwierigkeiten VIIa bis VIIc, darunter:
Rauschenstein Gondakante, Schwarzes Horn Gamsenwand 49. Beg., Kleiner Hirschgrundturm Westkante 34. Beg., Hallenstein Direkte Südwand 24. Beg.
1965
8.-15.5.65
17.-23.5.65
27.5.65
30.5.65
5.-7.6.65
Kletterlehrgang in der Heinz-Janello-Hütte
Kletterfahrt nach Cesky Raj.
Erste Bekanntschaft mit dem Student Jirka Novak. Er half uns oft bei der Beschaffungvon Quartieren in der CSSR und stieg uns auch manch schönen Weg im Sandstein und in der Hohen Tatra vor. Später wurde er Cheftrainer der tschischen Alpinisten und betreute mehere Himalayaexpeditionen
Erstbegehung Stumpfe Keule Südostwand VIIa,
Dieter Gürtler, Wolfgang Köhler, Gerold Gürtler
Vorsteigersturz von Dieter Gürtler an der schwarzen Kante (Taubenstein)
Bezirkstreffen der Touristensektion des Bezirkes Cottbus im Zirkelsteinhaus
23.10.65 - 24.10.65
Stiftungsfest in Rathen. 10 Jahre Sektion Bergsteigen Schwarzheide. „Henry Walters Kommersbuch liefert uns reichlich Stoff für eine Singestunde. Gegen 2:00 Uhr kriechen wir in unsere Schlafsäcke.
- Es war ja schließlich 10-jähriges!" (Fahrtenbuch)
1966
15.5.66
Erstbegehung Bärensteinscheibe: Variante zur Nordostwand III, Dieter Gürtler, Wolfgang Köhler, Gerold Gürtler
1967
8.4.67 -9.4.67
„Anklettern in der von uns gepachteten Kirnitzschtalhütte. (Ein großer Fortschritt! Hoffentlich für länger als ein Jahr.)" (Fahrtenbuch) Korrekt muß es heißen, daß die Hütte vom VEB Synthesewerk Schwarzheide gepachtet wurde. Das Synthesewerk war der „Trägerbetrieb" der Betriebssportgemeinschaft „Chemie" Schwarzheide, der wir angehörten. Der „Trägerbetrieb" finanzierte und bewirtschaftete alle Sportstätten der Betriebssportgemeinschaft wie Sportplätze, Kegelbahnen, Schwimmbad, Turnhallen, Tennisplätze usw.
22.4.67
Erster Arbeitseinsatz in „unserer" Hütte
30.4.67-8.5.67                     Kletterfahrt ins Böhmische. Verhaftung in Ostrov. 100 Kronen Strafe, weil wir im Sperrgebiet auf den
Riesenturm geklettert sind
31.7.67                                Teilnahme an der Trauerfeier in Dresden für Fritz Eske, Günter Kalkbrenner, Kurt Richter,
Günther Warmuth, die am 21.7.57 in der Eigernordwand tödlich abgestürzt sind. Wenige Tage zuvor hatten
sie souverän die Matterhorn-Nordwand durchstiegen. Diese vier Spitzenbergsteiger der DDR sollten mit
ihren Leistungen den Weg in die Alpen auch für andere Bergsteiger der DDR bahnen. Ihr tödlicher Absturz
gab den Hardlinern, die nur solche Sportler ins westliche Ausland reisen ließen, die olympische oder
Weltmeistermedaillen erobern konnten, willkommene Argumente, um weiterhin Alpenfahrten nicht zu
genehmigen.
9.12.67-10.12.67                 Abklettern
1968
24.5.68                                Waschanlage vor der Hütte installiert
16.6.68                               Öffentliche Wanderung für Familien des VEB Synthesewerk Schwarzheide zum Pfaffenstein. Durch diese
von unserer Sektion organisierten Wanderungen war-ben wir für unseren Sport und erhöhten das Ansehen
unserer Sektion, was sich auf die Finanzplanung positiv auswirkte
Öffentliche Wanderung. Wolfgang mit „Flüstertüte“ für Erklärungen im Bus
15.7.68                          Erstbegehung Heidewand: Südrinne VIIa, Dieter Gürtler, Gerold Gürtler, Ingrid Gürtler, Wolfgang Köhler
18.8.68                         Erstbegehung der Sonntagskante VIIa am Vierkant (Bahratalgebiet) durch die Seilschaft Werner Dürr
Hans Joachim Weber - Angelika Gliesche
1969
3.-6.4.69                       Anklettern
17.6.69-20.6.69            Lehrgang Übungsleiter Bergsteigen I in der Kirnitzschtalhütte. Bei der Organisa-tion der Lehrgänge leisteten die
Frauen unserer Sektion einen wichtigen Beitrag, indem sie die Verantwortung für die Verpflegung übernahmen,
einschließlich der Zubereitung des Essens. Stellvertretend für alle seien hier Hildegard Dürr, Lisa Seiler, später
auch Margitta Höppner und Christel Gürtler, genannt
27.9.69-28.9.69           I. „Volkswandertag" in Cottbus mit über 400 Teilnehmern. Abseilvorführungen durch unsere Sektion am
Schloßturm. Durch unser wiederholtes öffentliches Auftreten wachsen das Ansehen und die Mitgliederzahl der
Sektion
1970
31.5.70                       Öffentliche Wanderung für Familien des VEB Synthesewerk Schwarzheide ins Bielatal und ins Brandgebiet
20.6.70-21.6.70         Sommersonnenwende auf den Quenenwiesen. Diese Sonnwendfeiern wurden meist umrahmt von
Bergsteigerchören und brachten manch freudiges Wiederse-hen unter den beteiligten Bergsteigern. Da auch Bier
verkauft wurde, hinterließen die Teilnehmer von Jahr zu Jahr immer mehr häßliche Spuren rings um die
Quenenwiesen, so daß diese Feiern aus Gründen des Natur- und Landschafts-schutzes später
eingestellt wurden.
25.9.70                      Materialtransport von Schwarzheide zur Hütte mit Schränken, Decken usw.
4.12.70-6.12.70         Abklettern -Inzwischen haben viele Mitglieder der Sektion eigene Motorräder oder Mopeds, so daß die
Gruppenfahrten allmählich wegfielen. Es gab zwar ei-nen Fahrtenplan für das ganze Jahr. Er hatte aber fast
ausschließlich Bedeutung wegen der Sportunfallversicherung und für die Auszahlung von Fahrgeldern. Individuell
wurde zunehmend unabhängig vom Fahrtenplan zur Hütte gefahren. Am Ende des Jahres waren die geplanten
Fahrgelder längst verbraucht, so daß das Interesse am „Abklettern" immer mehr zurück ging
1971
23.5.71                       Öffentliche Wanderung für Familien des VEB Synthesewerk Schwarzheide ins Bielatal
15.-23.8.71                 Kletterlehrgang in der Kirnitzschtalhütte
5.9.71                        Schwerer Absturz von Sepp Schmidt-Dengler am 3. Lehnsteigturm (quer-schnittsgelähmt). Sepp kommt zuerst
ins Krankenhaus in Pirna, später wird er nach Hoyerswerda verlegt. Wir besuchen ihn in der Folgezeit oft und
versuchen, ihm Mut für ein Leben im Rollstuhl zu machen
Tschechische Bergfreunde bei uns zu Gast. Ganz rechts Joska Rakoncaj, zweimaliger Besteiger des K2  ohne Sauerstoff
8.10.71 -10.10.71
Joska Rakoncaj und Jirka Novak (mit Frau und Tochter) zu Gast in der Hütte. Joska Rakoncaj ist ein hervorragender Felskletterer und Alpinist der CSSR, der u.a. am 31.7.1983 ohne Sauerstoff den zweithöchsten Berg der Erde, den K2, bestieg
1972
5.4.72
14.4.72-16.4.72
Begräbnis von Sepp Schmidt-Dengler.
Der Tod war stärker als der Lebenswille von Sepp.
Jirka Novak und Joska Rakoncaj erneut zu Gast in der Hütte. U.a. besteigen wir den zeitweiligen Gipfel „Gallenstein" am Fuße des Papststeins. Der „Gipfel" war durch einen großen Felssturz im Januar 1972 entstanden. Das Gipfelbuch wurde aber bald wieder eingezogen
16.4.1972
1.7.72
28.9.72
Erdbeben in der Sächsischen Schweiz, Uli Schmidt und Norbert Felke schaukeln mit dem Ostervorturm.
Schrammsteinwächter Verbindungsvariante V, l. Begehung Wolfgang Schmidt, Uli Schmidt, irrtümlich (es sollte der Talweg VIIb begangen werden)
Waldturm Sprung 3, 1. Behung Wolfgang Schmidt
28.9.72
Werner Dürr ist als Sektionsvorsitzender zurückgetreten. Sein Nachfolger wird Gerold Gürtler
24.10.72
Der VEB Synthesewerk Schwarzheide kauft vom Rat der Stadt Bad Schandau die Kirnitzschtalhütte samt Grundstück für 18.000 Mark. Die Hütte wird Sportstätte des Synthesewerks und erhält eine entsprechende Haushaltsplanung. Nun können endlich auch bauliche Veränderungen an der Hütte vorgenommen werden
Öffentliche Wanderung mit Seilsicherung über die Rahmhanke
Wo geht es denn lang?
Öffentliche Wanderung im Zittauer Gebirge
27.10.72-29.10.72             Arbeitseinsatz in der Hütte. Ideenkonferenz für bauliche Veränderungen der Hütte
29.10.72 -5.11.72              Lehrgang für die Bezirkstrainingsgemeinschaft Alpinistik (BTGA) in der Kirni-tzschtalhütte. Beginn der
planmäßigen Vorbereitungen für die Kaukasusfahrt 1973
24.-26.11. 72                     Abklettern
8.12.72 -10.12.72               Erste Trainingsfahrt der Kaukasusbewerber in der Sächsischen Schweiz. Diese Trainingsfahrten wurden
monatlich einmal durchgeführt. Auf ihnen wurde vor allem die Ausrüstung getestet und die optimale
Zusammensetzung der Seilschaften erprobt.
Die Mitgliederzahl ist auf über 30 Mitglieder gestiegen
1973
9.-17.3.73                          Winter-Tatra-Fahrt der Bezirkstrainingsgemeinschaft Alpinistik. Es war zugleich die erste Fahrt der Sektion
zum  Winterbergsteigen in der Hohen Tatra. Nachge-wiesene Winterbesteigungen in der Hohen Tatra
gehörten zur Vorbedingung, um überhaupt in den Kaukasus zum Bergsteigen fahren zu dürfen
30.3.73 -1.4.73                   Arbeitseinsatz in der Hütte
20.5.73                               Öffentliche Wanderung für Familien des VEB Synthesewerk Schwarzheide in den Großen Zschand. Über
100 Teilnehmer
Öffentliche Wanderung mit Seilsicherung über die Rahmhanke
9.6.73 -10.6.73                  Wolfgang Schmidt, Uli Schmidt klettern mit Joska Rakoncaj am Frienstein und am Heringstein
15.6.73 -17.6.73                 Letzte Trainingsfahrt der Bezirkstrainingsgemeinschaft Alpinistik vor dem Flug in den Kaukasus
28.6.73 -15.7.73                  Kaukasusfahrt mit den Teilnehmern Wolfgang Bagger - Norbert Felke - Ullrich Hoika - Reimar Höppner -
Anneliese Titzmann
8.7.73                                  Besteigung Elbrus-Westgipfel, 5633 m
21.7.73                                Bilderbuchsturz von Uli Schmidt an Hunskirche Pfingstweg durch Griffausbruch auf Roland Drommer
am Ring ohne Folgen
1974
1974
Baubeginn für ein massives Nebengebäudes anstelle des
ehemaligen Holzschuppens
18.5.74
Jubiläumsbegehung 50 Jahre Ostverschneidung am Hohen Torstein
durch Uli Schmidt und Gerd Spahn
1975
1975
Fertigstellung des neuen Nebengebäudes
1976
Februar
Reimar Höppner, Dieter und Gerold Gürtler, Hans-Jürgen Herrich reparieren einen Sturmschaden am
Kirchturm in Lübbenau ohne Rüstung. Dabei bergen sie eine abgebrochene Wetterfahne, die sich in die
Turmhaut gebohrt hatte.
Öffentliche Wanderung in den Tissaer Wänden
Wolfgang Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern
1977
1977
Uli Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern
Mai
Öffentliche Wanderung im Zittauer Gebirge
1978
1978
Uli Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern
1979
1979
Wolfgang Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern,
Uli Schmidt erreicht die Meisterklasse im Felsklettern
1980
1.5.80
6.9.80-7.9.80
15.10.-22.10.80
25.10.80
Bilderbuchsturz von Uli Schmidt an Lolaturm Direkte Westwand vor dem l. (jetzt 2.) Ring ohne Folgen
Uli Schmidt fährt als Ersatzmann zum VII. Aggtelek-Pokal in Ungarn.
III. Internationaler Wettkampf im Klettern in Jalta (UdSSR).
Die Seilschaft Uli Schmidt – Jochen Friedrich belegt den 6. Platz
Uli Schmidt belegt beim Kletterwettkampf am Pfaffenstein den 3. Platz
Wolfgang Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern,
Uli Schmidt erreicht die Meisterklasse im Felsklettern
1981
2.4.81-7.4.81
Parallel zur Erstbegehung „Buntschillernde Seifenblase" durch Bernd Arnold am Falkenstein klettern
Uli Schmidt und Dieter Gürtler die Westwand VIIIc
Uli Schmidt nimmt am Wettkampf um den V. Bükk-Pokal in Miskolc Hamor (Ungarn) teil
2.6.81
7.6.81
19.9.81-20.9.91
10.10.81
Uli Schmidt, Wolfgang Schmidt und Dieter Gürtler klettern die Rechte Süd-wand am Falkenstein. Wegen der Tagestemperaturen über 30° C steigen sie 5.00 Uhr ein und sind 10.30 Uhr beim Eisbecher auf der Waldhäus'lterrasse
Dieter Gürtler schlägt einen nachträglichen Ring in die Direkte Südwand am Kampfturm. Das ist nur möglich, weil Wolfgang Köhler den dazu notwendi-gen, aber vergessenen Hammer von der Neumannmühle holt
Uli Schmidt fährt als Delegationsleiter zum 3. Gesamtstaatlichen Wettkampf in Povaszka Bystrica (CSSR)
Uli Schmidt belegt beim Kletterwettkampf im Lößnitzgrund den 5. Platz
Wolfgang Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern,
Uli Schmidt erreicht die Meisterklasse im Felsklettern
1981/82
Umfangreiche Baumaßnahmen am alten Hüttengebäude: Erweiterung der Küche und der oberen Schlafräume. Trockenlegung des Tagesraumes durch Einbau einer isolierten „Betonwanne". Hochziehen isolierter Wände in Küche und Tagesraum
1982
1982
15.5.82
3.9.82-5.9.82
Uli Schmidt belegt beim Kletterwettkampf im Lößnitzgrund den 4. Platz
Uli Schmidt belegt beim IX. Aggtelek-Pokal in Ungarn den 8. Platz
Uli Schmidt erreicht die Meisterklasse im Felsklettern
1983
1983
Dieter Gürtler und Thomas Kubisch erreichen die Leistungsklasse I im Felsklettern, Uli Schmidt erfüllt zum 5. mal hintereinander die Norm der Meisterklasse im Felsklettern
6.3.83
27.5.83-29.5.83
4.9.83
3. Septemberwoche
16.10.83
l. Begehung der sehr schönen Direkten Südwand VIIb an der Kleinsteinwand durch Uli Schmidt, Wolfgang Schmidt und Dieter Gürtler
Uli Schmidt ist Technischer Leiter bim DDR-offenen Wettkampf mit internati-onaler Beteiligung im Lößnitzgrund. Beim 2. Jugendwettkampf belegt Thomas Kubisch den 3. Platz in der AK 14/15
Uli Schmidt und Gero Gürtler klettern die NO-Wand VIIIb am Heringstein. Gero bricht beim Überklettern der überhängenden Baustelle im Nachstieg ein Griff aus. Er hängt 50 m über dem Boden 3 m entfernt von der Wand und harrt der Dinge die da kommen. Lutz Schindler rast den AW auf den Heringstein hinauf, um zu helfen. Oben angekommen haben bereits zwei auf dem Gipfel befindliche Kletterer Gero nach oben gezogen.
Teilnahme von Uli Schmidt an der Tatrafahrt des BFA-Dresden ins Weißwassertal.
Klettern am Ganek, Ceska Veza usw. im Bereich V und VI UIAA
l. Begehung Kühler Tag VIIIb am Kanstein-Vorgipfel durch Uli Schmidt, Dieter Gürtler.
1984
1984
Dieter Gürtler, Thomas Kubisch, Wolfgang Schmidt und Uli Schmidt erreichen die Leistungsklasse I im Felsklettern
16.6.84
22.6.84-24.6.84
Bilderbuchsturz von Uli Schmidt an Zyklopenmauer Kleine Wand durch Griffausbruch unmittelbar am 2. Ring auf Ingrid Gürtler am Boden ohne Folgen
Sonnwendfeier mit Sonnwendfeuer, Bratwürsten und Rede von Gerold Gürtler. Die Sonnwendfeiern fanden vor allem bei den Kindern und Jugendlichen An-klang
1985
21.6.85 -23.6.85
4.8.85
27.9.85
25.10.85-27.10.85
30 Jahre Sektion Bergsteigen Schwarzheide
l. Begehung Östlicher Feldkopf Fokus VIIIb durch Uli Schmidt, Carsten Rusch
1. Begehung Amboß Feuerzange IXb durch Jochen Friedrich, Rolf Nestler, Uli Schmidt, Lutz Schindler
Arbeitseinsatz in der Hütte
1985
Dieter Gürtler und Uli Schmidt erreichen die Leistungsklasse I im Felsklettern
1986
1986
Dieter Gürtler und Uli Schmidt erreichen die Leistungsklasse I im Felsklettern
18.5.86
1.11.86
21.11.-23.11.86
l. Begehung Kl. Spitzes Horn Dir. SO-Wand VIIIc Jochen Friedrich + Uli Schmidt, Thomas Kubisch
Arbeitseinsatz Hütte
Abklettern. Wolfgang Bagger ist der einzige Teilnehmer.
Eine gute Tradition droht zu erlöschen.
1987
2.5.87
28.5.87
7.8.87
Jochen Friedrich und Jürgen Höfer machen drei Erstbegehungen (2x Xa und 1x VIIIc) in den
Schrammsteinen, dabei reichen die mitgebrachten Ringe nicht aus, so dass Uli Schmidt für Nachschub
sorgt und zum Parkplatz rennt
l. Begehung Herkulessohn Talweg VIlla Thomas Kubisch, Uli Schmidt, Lutz Schindler
l. Begehung Zyklopenmauer Wilder Pfeiler IXc Jochen Friedrich, Gero Gürtler, Uli Schmidt
Uli Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern
1988
14.5.88
13.6.88
l. Begehung Kladderadatsch Spektakel IXa durch
Jürgen Höfer+Jochen Friedrich, Thomas Kubisch, Uli Schmidt, Gero Gürtler
Jürgen Höfer+Jochen Friedrich begehen an der Kirnitzschwand Waldmeister, Waldkauz und Waldfee
(VIIIa-IXa)
Thomas Kubisch und Uli Schmidt erreichen die Leistungsklasse I im Felsklettern
1989
21.4.89
27.5.89
29.5.89
2.9.89
29.6.-2.7.89
Sektionsvergnügen im „Wandelhof" Schwarzheide. Die Sektionsvergnügen fanden mehrere Jahre lang in
Schwarzheide und Ruhland statt. Sie waren oft liebevoll vorbereitet und festigten die Zusammengehörigkeit
in der Sektion, die inzwischen ca. 90 Mitglieder hatte, darunter viele Wanderer
Die BSG „Chemie" Schwarzheide, der wir seit 1955 angehören, feiert ihr 40 jähriges Bestehen. Ein Jahr
später hört sie auf zu existieren
l. Begehung Vorderes Leuchterweibchen Goldener Esel IXc Thomas Kubisch, Uli Schmidt, Peter Worlich
2.Begehung Rokokoturm Garten Eden Xc durch Jürgen Höfer+Thomas Kubisch, Gero Gürtler, Uli Schmidt
„125 Jahre Bergsteigen in Sachsen"
Jürgen Höfer erreicht die Meisterklasse im Felsklettern,
Uli Schmidt erreicht die Leistungsklasse I im Felsklettern
1990
3.3.90
Sektionsfeier im „Wandelhof" Schwarzheide: 35 Jahre Sektion Bergsteigen Schwarzheide
26.5.90
22.6.-24.6.90
l. Begehung Goldsteighorn Totale Freude Xb Jürgen Höfer, Uli Schmidt
Sonnenwende auf der Hütte. Der Vorsitzende Gerold Gürtler informiert über die geplante Gründung eines
Sportvereins „Chemie Schwarzheide e.V.", da der VEB Synthesewerk Schwarzheide keine
Betriebsgemeinschaft mehr unterhält. 1991 hört das Synthesewerk auf zu bestehen. Es wird von der BASF
gekauft und heißt künftig BASF Schwarzheide GmbH. Damit geht auch die Kirnitzsch-talhütte in das
Eigentum der BASF Schwarzheide über. Alle ehemaligen Sportstätten des ehemaligen VEB Synthesewerk
Schwarzheide werden dem Sportverein „Chemie Schwarzheide e.V." zur Nutzung übergeben. Die Sektion
Bergsteigen Schwarzheide wird Sportgruppe Bergsteigen innerhalb des Sportvereins. Es besteht die
Gefahr, daß auch andere Sportgruppen des Vereins Anspruch auf die Nutzung der Hütte erheben
1991
15.3.91
50jähriges Kletterjubiläum von Wolfgang Bagger
1992
19.6.92-21.6.92
7.7.92
31.10.92
Sommersonnenwende in der Hütte. Gerold Gürtler informiert über die geplante Hüttenbesichtigung durch
Mitarbeiter der BASF Schwarzheide. Wolfgang Bagger erklärt sich bereit, die Verhandlungen mit der BASF
Schwarzheide über die weitere Nutzung der Hütte zu führen.
Hüttenbesichtigung durch BASF Schwarzheide (Dr. Brunner und Herr Jurthe). Herr Dr. Brunner empfiehlt
uns, einen selbständigen Bergsteigerverein zu gründen, mit dem dann die BASF einen langfristigen
Mietvertrag abzuschließen bereit wäre, so daß eine „Fremdnutzung" durch den Sportverein Schwarzheide
nicht mehr möglich ist.
Gründungsversammlung im Waldhäusl. Der Bergsportverein Schwarzheide e.V. wird gegründet. Die
Wanderer haben die Sektion verlassen und einen eigenen Verein gegründet. Der neue Bergsportverein
Schwarzheide e.V. hat bei der Gründung 41 Mitglieder. In den Vorstand werden gewählt:
l. Vorsitzender Wolfgang Bagger, 2. Vorsitzender Dieter Gürtler, Schriftführerin Delia Höfer, Hüttenwart
Jürgen Höfer, Schatzmeister Peter Worlich
1993
15.1.93
Absprache zwischen der BASF Schwarzheide und dem Bergsportverein Schwarzheide e.V. über die
Weiternutzung der Touristenhütte im Kirnitzschtal
22.1.93
26.3.93
25.6.93-28.6.93
30.10.93
Unser Verein wird unter der VR-Nr. 328 in das Vereinsregister beim Kreisgericht Senftenberg eingetragen
Wir erhalten von der BASF Schwarzheide einen Mietvertrag über die Nutzung der Kirnitzschtalhütte
Das Hüttendach wird unter großem Einsatz von Jochen Friedrich neu gedeckt
2. Mitgliederversammlung des Bergsportvereins Schwarzheide e.V.
Die BASF Schwarzheide  stellt dem Bergsportverein Schwarzheide e. V.  den Verkauf der Kirnitzschtalhütte
zu günstigen Bedingungen in Aussicht
1994
Sept. 94
15.10.94
Die Küche wird an vier Wochenenden renoviert
3. Mitgliederversammlung im Waldhäus’l.
Als neuer Hüttenwart wird Lutz Schindler gewählt.
1995
1995
1996
Der Bergsportverein feiert sein 40jähriges Bestehen. Delia Höfer stellt eine Festschrift her.
Wolfgang Bagger und Hans Joachim Weber klettern am Gerstenegg in der Schweiz
5. Mitgliederversammlung
1997
14.2.97
Die BASF Schwarzheide  verlängert die Mietvertrag für die Kirnitzschtalhütte bis zum 31.12.2006
Wolfgang Bagger und Hans Joachim Weber klettern die Daumenkante an der Fünffingerspitze (Dolomiten)
6. Mitgliederversammlung
1998
7. Mitgliederversammlung
1999
7.7.99
Die BASF Schwarzheide  verkauft die Kirnitzschtalhütte an den Bergsportverein Schwarzheide e. V.
Wolfgang Bagger und Hans Joachim Weber klettern am Kanzianiberg in Österreich
20.9.99 -27.9.99
Watzmannumrundung durch Joachim Merten, Werner Dürr und Hans Joachim Weber
8. Mitgliederversammlung
2000
14.6.2000
Eintrag des Bergsportverein Schwarzheide e. V.  als Eigentümer der Kirnitzschtalhütte im Grundbuch
Juli
Uli, Ellen und Claudia Schmidt klettern in den Dolomiten (Drei Zinnen, Guglia di Brenta)
23.09. - 30.09.00
Joachim Merten und Hans Joachim Weber wandern und klettern im Wilden Kaiser und in den Tannheimer
Bergen
9. Mitgliederversammlung
2001
15.3.2001
Wolfgang Bagger begeht sein 60jähriges Kletterjubiläum
14.09. - 23.09.01
Joachim Merten und Hans Joachim Weber machen eine Monte-Rosa-Umrundung (180 km bei 9.500 m
Höhendifferenz)
10. Mitgliederversammlung
2002
Joachim Merten und Hans Joachim Weber machen eine Klettersteigtour in den Dolomiten (Brenta)
Uli und Claudia Schmidt klettern in den Dolomiten und bezwingen im zweiten Anlauf endlich die Guglia di
Brenta
11. Mitgliederversammlung
2003
23. -29. 9.2003              Joachim Merten und Hans Joachim Weber klettern in Österreich und Bayern
12. Mitgliederversammlung. Beschluss, 2005 das 50jährige Vereinsjubiläum festlich zu begehen.
2004
Joachim Merten und Hans Joachim Weber besteigen in den Karnischen Alpen den Campanile di Val
Montanaia. Anschließend Touren im Gesäuse
13. Mitgliederversammlung. Sylphia Seifert wird als neue Schriftführerin gewählt.
Uli Schmidt und Ralf Körner klettern in den Dolomiten (Brenta)
2005
Der BSV begeht sein 50jähriges Jubiläum, Dalia Höfer fertig ein Festschrift an, wir besteigen den
Hohen Torstein und stossen mit Sekt an, am Abend feiern wir mit Freunden und Gefährten
Juli/Aug. 2005
Achim und Martina klettern u.a. in Luxemburg, im Morgenbachtal un in Österreich. Hierbei klettern sie
Mehrseillängentouren bis zum Grad 6+
Sept. 2005                Achim und Jochen Weber klettern gemeinsam im Salzkammergut (Schober "Südgrat", 250m, 7-)
14. Mitgliederversammlung
2006
Achim klettert über das gesamte Jahr verteilt im Altmühltal, im Toten Gebirge, in Mala Skala (Slowakei),
Battert, Nordeifel. Hierbei wird er von Martina und Jochen Weber begleitet
2007
Uli und Ellen Schmidt, Ralf Körner klettern und wandern in den Julischen Alpen (Mala Mojstrovka, Jalovec,
Triglav)
16. Mitgliederversammlung
Achim ist auch dieses jahr wieder sehr intensiv klettern. Dabei besucht er besonders gern die hohen
Gipfel und Wände der jeweiligen Gebiete. So zum Beispiel die "Kleinen Dolomiten" in Italien (200-300Hm)
oder  Wände im Oberen Donautal (bis zu 120Hm)
2008
Thomas Kubisch und Ingrid Gürtler werden Landesmeister Brandenburg in ihrer Altersklasse
Wir feiern Ingrids 70. Geburtstag mit einer Besteigung des Höllenhundwächters über den Talweg
17. Mitgliederversammlung
Sept. 2008                 Achim und Jochen unternehmen Touren in der Rax
Achim klettert außerdem im Donautal, der Schwäbischen Alb, in Thüringen und der Sächsischen Schweiz
2009
Uli und Ellen Schmidt, Ralf Körner klettern und wandern in den Dolomiten
19.09.2009
Uli Schmidt besteigt mit der Raabener Wand seinen letzten aller Gipfel im Vorstieg und ist damit der
38igste seiner Art
18. Mitgliederversammlung
Achim ist wieder sehr intensiv in vielen Gebirgen unterwegs: Böhmen, Wolkensteiner Schweiz, Battert,
Drome (Frankreich), Ammergauer Alpen, Fränkische Schweiz, Altmühltal
2010
11.07.2010
Watzmannüberschreitung durch Uli Schmidt, Sascha Hartung
August 2010
Uli Schmidt und Sascha Hartung klettern in den Dolomiten (Brenta)
19. Mitgliederversammlung
2011
26.03/27.03.2011
Anklettern im Bilatal und Nickelsdorf mit gutem Besuch, trotz dem kalten Wetter
Erstbegehung am Basteischluchtturm Stephan Bucko, Jürgen Höfer, Thomas Kubisch, Uli Schmidt
20.03.2011
Uli Schmidt begeht sein 40-jähriges Kletterjubiläum
21.05.2011
Ingrid Gürtler begeht ihr 55-jähriges Kletterjubiläum
20. Mitgliederversammlung
2012
Juli 2012
Uli Schmidt und Sascha Hartung klettern in den Dolomiten (Brenta)
16.06.12              57. Stiftungsfest: Wir klettern am Hohen Torstein
2013
06.-07.04.13 Anklettern
Juni
Uli Schmidt und Sascha Hartung klettern in den Dolomiten (Brenta, Sella)
19.-20.10.13 Abklettern
02.11.13
Winterarbeitseinsatz auf der Hütte, die neue Sitzanlage entsteht
22. Mitgliederversammlung
2014
04.4.14 - 06.4.14
Anklettern - Wir klettern erfolgreich am Gamrig und im Bielatal
Mai 2014 Daniela und Sascha Hartung, Uli und Ellen Schmidt klettern und wandern in Arco am Gardasee
21.06.2014
59. Stiftungsfest - Wir klettern im Bielatal an der Verlassenen Wand und Grillen abends gemeinsam auf der Hütte
August
Sarah Grünig, Steffen, Karin und Kevin Kubenka wandern und klettern in Norwegen und auf Sardinien
Claudia Schmidt mit Freund und Familie überqueren die Alpen (Vierwalsstätte See an den Lago Magiore)
Reimar Höppner, Familien Herrmann und Weber, Joachim Merten wandern in den USA
Ingrid Gürtler klettert in Kroatien, Fränkische Schweiz und auf Sardinien
Thomas Kubisch und Stephan Bucko klettern in den Dolomiten (Brenta und Sarcatal)
Ute Friedrich ist unterwegs in Nepal
04.10.14
Abklettern - Wir klettern bei schönem Wetter am Winklerturm und am Rauschenstein
08.11.14
23. Mitgliederversammlung auf der Kirnitzschtalhütte, Karin Kubenka wird als Schriftführerin in den Vorstand gewählt
31.12.14
Silvesterfeier auf der Hütte mit reger Beteiligung
Der Verein hat 38 Mitglieder
2015
28.-29.03.15
Anklettern im Hirschgrund
11.-12.04.15
1. Kletterfahrt nach Schmilka - Klettern an den Lehnsteigtürmen und der Schrammsteinkette
09.-10.05.15
2. Kletterfahrt nach Steinkar und "Englischer Park" beim Sneznik
13.-14.06.15 3. Kletterfahrt im Kleinen Zschand - Klettern an Hinterem Pechofenhorn, Pechofenstein, Pechofenspitze und Hexenspitze
20.06.-21.06.15
60. Stiftungsfest
Wir feiern das 60. -jährige Bestehen des Vereins mit der traditionellen Besteigung des Hohen Torsteins, Kesselgulasch, Sekt, Freunden und einem tollen Tag.
11.-12.07.15
4. Kletterfahrt zur Wartburg
08.-09.08.15
5. Kletterfahrt - Wir klettern bei großer Hitze am Klingermassiv und am Rauenstein
12.-13.09.15
6. Kletterfahrt - Wir fahren nach Tschechien ins Prebischtorgebiet und klettern am Zuckerhut
27.09.-03.10.15
Zahlreiche Vereinsmitglieder fliegen gemeinsam zum Klettern nach Sardinien
10.-11.10.15
Abklettern im Bielatal
07.-08.11.15
24. Mitgliederversammlung und Arbeitseinsatz
31.12.2015
Silvester auf der Hütte
2016
19.03.2016 Anklettern an Berken von der Duba Wacht
14.-15.05.2016
150-jähriges Kletterjubiläum von Ingrid (60 Jahre) , Acki und Wodka (45 Jahre)
11.06.2016
Stiftungsfest: Am Samstag klettern wir im Bielatal an der Johanniswacht und Sonntag an den Nikolsdorfer Wänden
05.11.2016
Mitgliederversammlung und Arbeitseinsatz auf der Hütte
31.12.2016
Silvester auf der Hütte
2017
01.01.2017 Jahreserste am Nikolsdorfer Turm
01.04.2017 Anklettern in Raitza
17.06.2017 Stiftungsfest: Am Am Samstag klettern wir im Bielatal an der Johanniswacht und Sonntag am Thürmsdorfer Stein
04.11.2017 Mitgliederversammlung und Arbeitseinsatz auf der Hütte, Kevin Kubenka wird zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt
31.12.2017 Silvester auf der Hütte
2018
01.01.2018 Die Jahreserste am Schiefen Block entgeht uns
Nachruf
Vereinsgründer Dr. Wolfgang Bagger
Am 17.3.2012 hat  Wolfgang seine letzte Bergfahrt angetreten.
Als ich am 20.3.71 (ich war 15 Jahre alt) das erste Mal mit
meinem Bruder und meinem Kleinroller „Schwalbe“ auf die
Hütte der Sektion Bergsteigen der BSG „Chemie“ Schwarz-
heide fuhr trafen wir am Tor Wolfgang, der uns herzlich
begrüßte und mit den Worten „Ich heiße Wolfgang“ uns das
‚Du’ anbot – typisch für das einnehmende, kameradschaftliche
Wesen, das er jedem gegenüber zeigte.
Mit detailreichen Erzählungen zu Gipfeln, Wegen und Historie
war jede Begegnung in den Bergen mit Wolfgang ein Erlebnis.
Und Wolfgang bestand keineswegs auf dem Respekt, der
dem Älteren entgegenzubringen ist, er konnte auch über sich
selbst und seine Ungeschicklichkeiten herzlich lachen.
Mich persönlich verbinden große, lustige und außergewöhnliche Erlebnisse mit Wolfgang:
-    unsere Aktion am Buschmühlenturm, wo wir nach Bezwingung, verdreckt vom Schartenweg wie wir waren, im Lichtenhainer Wasserfall einrückten
-    wie er mir den Juniweg am Förster schmackhaft machte und ich so zu einer neuen, unbekannten VIIa kam
-    wie wir im September abends mit seiner AWO über den Ziegenrücken zur Großen Gans knatterten um die Gipfel oberhalb vom Höllenhundwächter zu besteigen
-    wie wir den Aehligweg an der Wilden Zinne kletterten
-    wie er am nächsten Tag an der damals noch ungesicherten Baustelle der Westkante am Brückenturm blumig darstellte wie wir bei einem Fehler „gurgelnd in der Tiefe“ verschwänden...
-    Immer war er zuverlässig und bereit, auch bei weniger guten Verhältnissen einen Versuch auf ein  Erlebnis zu wagen – ich denke da an unsere zuletzt in Lawinen von Neuschnee scheiternde Expedition  über den Alten Ostweg auf den Hohen Torstein.
Wir haben Wolfgang als Verein sehr viel, ja fast alles zu verdanken:
Die Gründung als Sektion Bergsteigen der damaligen BSG, den Kauf der Hütte durch das damalige Synthesewerk, die Materialien für den Um- und Ausbau von Hütte, Nebengebäude und Gelände, die Organisation der Lehrgänge auf unserer Hütte, den Fortbestand in der Form der Vereinsgründung nach der Wende, den Kauf der Hütte von der BASF – das alles trägt seine Handschrift; seine Ehrenmitgliedschaft ist nur ein sehr kleiner Dank dafür.
Er hinterlässt eine Lücke, die so schnell nicht gefüllt werden kann. Seine Sorgfalt beim Organisieren des Vereinslebens, seine moderierende, mäßigende Art, mit der er Konflikte zu entschärfen und zu schlichten vermochte, seine überzeugende, eindringliche Rhetorik, wenn es darum ging, jemanden vom Gegenteil zu überzeugen, seine exakte Buchführung, seien es Geburtstage, Jubiläen oder andere wichtige Ereignisse, seine Erzählungen, wenn es um bergsteigerische oder deutsche Geschichte ging, seine umfassenden historischen Kenntnisse, sein gesungener Berggruß, sein unnachahmlich vorgetragener „Prunzelschütz“… unwiederbringlich.
Wolfgang, ein letztes „Berg Heil!“. Du fehlst uns.
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